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Was bedeutet Gesundheit eigentlich? Ganzheitliche und Lagom Gedanken

  • vor 3 Tagen
  • 5 Min. Lesezeit
Katze geniesst Streicheleinheit. Blogbeitrag zu Gesundheit ganzheitlich und lagom gedacht von Lebelagom
„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“

– Arthur Schopenhauer




Wenn du das Wort Gesundheit hörst, was ist dein erster Gedanke?



Bei mir war es früher: der Zustand meines Körpers – gemessen an meinen Blutwerten, an meiner Ernährung, an meinem Bewegungspensum. Bei jeder Erkältung kam noch ein Aspekt hinzu: Abwesenheit von Krankheit.


Doch ist ein Mensch automatisch gesund, nur weil alle medizinischen Werte im Normbereich liegen?

Wenn ich top Blutwerte habe und trotzdem müde und erschöpft bin – bin ich gesund, obwohl ich mich nicht so fühle?

Und umgekehrt: Ist jemand automatisch nicht gesund, weil er eine Diagnose hat oder körperliche Beschwerden erlebt?


Je länger ich mich mit Gesundheit beschäftige, desto mehr wird mir bewusst: Gesundheit ist nicht so leicht zu fassen, wie es anfangs scheint.


Wie würdest du gesund definieren? Nicht krank? Schmerzfrei? Vital? Energetisch?



Ist es nicht eine gesunde Reaktion des Körpers, krank zu werden, wenn sein Umfeld ungesund ist? Was wäre, wenn Gesundheit ein Zustand von Balance ist?



Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt Gesundheit als einen Zustand des körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens. Allein diese Definition zeigt: Gesundheit ist mehrdimensional.



Wir können körperlich fit sein und uns dennoch innerlich erschöpft fühlen. Wir können beruflich erfolgreich sein und gleichzeitig unter chronischem Stress leiden. Wir können uns gesund ernähren und trotzdem das Gefühl haben, von unserem Leben entfremdet zu sein. Gesundheit umfasst das ganze Leben eines Menschen.



Wenn sich nun dein Hals zuschnürt vor Frust, weil Gesundheit immer komplizierter und unerreichbarer scheint: Atme einmal kurz durch.


Der Weg zu deiner persönlichen Gesundheit kann einfach sein, wenn du ihn bewusst wählst. Dein Wegweiser dorthin: Lagom. Ein schwedisches Prinzip, das so viel bedeutet wie: Nicht zu viel. Nicht zu wenig. Sondern genau richtig.



Lass mich dir 6 Ebenen zeigen, wo sich Gesundheit zeigt – und wie Lagom dort eine einfache Lösung schafft.




Die körperliche Ebene deiner Gesundheit


Die allgemeingültigen Tipps für einen gesunden Körper kennst du: ausreichend Schlaf, nährstoffreiche Ernährung, regelmässige Bewegung, genügend Erholung.


Doch die Frage ist: Lebst du sie auch?


Ich habe mich lange dabei ertappt, mir selbst nie Erholung zu erlauben – auch dann nicht, wenn ich sie eigentlich gebraucht hätte. Ich musste eine Arbeit erst abschliessen, bevor ich mir eine Pause verdient habe.


Wie gehst du mit deinem Körper um? Wenn du dich anschaust – was siehst du? Lauter Baustellen: Hüftgold, Stirnfalten, unreine Haut. Alles, was du am liebsten wegzaubern würdest?


Du weisst, dass gesunde Ernährung dabei helfen würde. Und trotzdem wirst du beim Bäcker schwach, am Abend gibt es ein zweites Glas Wein. Eine Ausnahme folgt auf die nächste. In dir läuft unterschwellig ein Programm, das gesunde Ernährung gar nicht zulässt – egal, ob es «ich muss mich doch belohnen» heisst oder «gesund bedeutet Verzicht».


Lagom verbindet Genuss und Gesundheit. Nicht das eine gegen das andere – beides zusammen, im richtigen Mass.




Die mentale Ebene deiner Gesundheit


Es geht nicht um positives Denken.

Wenn etwas nicht gut ist oder sich nicht gut anfühlt, darf das seinen Raum bekommen.

Lagom ist dabei deine Rettungsleine – damit du nicht im negativen Gedankensumpf steckenbleibst.


Wie denkst du über Herausforderungen?


Ist es eine Bestrafung, die passieren musste, weil du nicht alles durchdacht hast? Oder gehört es einfach dazu – und du darfst jetzt prüfen und deinen Kurs anpassen?


Mentale Gesundheit bedeutet nicht, nie wieder Probleme zu haben. Sie bedeutet, die Fähigkeit zu besitzen, mit ihnen umzugehen.





Die emotionale Ebene deiner Gesundheit


Wenn du in deiner Kindheit gelernt hast, dass du nicht traurig sein darfst, unterdrückst du dieses Gefühl auch heute noch als Erwachsene. Du schliesst es tief in dir ein, deckelst es zu und überspielst es mit Süssem oder Ablenkung.


Doch damit verschwindet die Traurigkeit nicht. Sie bleibt in deinem Körper gespeichert. Anstatt die Emotion fliessen zu lassen – und ihr damit die Möglichkeit zu geben, auch wieder abzuklingen – hältst du permanent an ihr fest. Aus «ich fühle keine Traurigkeit» wird «ich fühle sie ständig, nur unterschwellig».



Der Lagom-Gedanke dazu: Höhen und Tiefen deiner Emotionen gehören zusammen. Freude wäre nicht so leicht, würdest du den Kontrast dazu nicht kennen.




Die soziale Ebene deiner Gesundheit


Diese Ebene gehört zu den meistunterschätzten unserer Zeit. Der Mensch ist eigentlich ein soziales Wesen. Trotzdem gibt es heute immer mehr Single-Haushalte und Alleinerziehende, und Kontakt findet zunehmend durch den Filter der Technik statt – per Telefon, Videocall oder Textnachricht.


Du kannst wahrscheinlich sofort sagen, wann du den letzten Instagram-Post deiner Freundin gelikt hast. Und in diesem Moment hat es sich sicher wie Austausch angefühlt. Aber wenn du ehrlich bist: War es das wirklich – oder eher ein Mechanismus?


Ausschlaggebend für dein Wohlbefinden ist nicht die Menge deiner Kontakte, sondern die Qualität deiner Beziehungen. Lagom fragt deshalb nicht: Wie viele Freunde hast du?


Sondern: Wie echt ist die Verbindung, die du lebst?





Die Ebene deines Nervensystems


Auf den ersten Blick mag das Nervensystem in dieser Liste fremd wirken. Doch es entscheidet, in welchem Modus dein Körper gerade läuft.


Ist dein Sympathikus dauerhaft aktiviert – funktionierst du also im Dauerstress –, perlt sämtliche Erholung an dir ab.


Selbst die nährstoffreichste Biokost bringt dir wenig, wenn dein Körper glaubt, er müsse kämpfen. Verdauung wird zur Nebensache, wenn Überleben Priorität hat.


Auch dein Schlaf wird nicht erholsam. Im Alarmzustand darfst du nicht zu tief sinken – dein Körper hält dich wachsam, für den Fall, dass er dich braucht.


Du brauchst beides: Sympathikus und Parasympathikus, im richtigen Mass.




Die spirituelle Ebene deiner Gesundheit


Auf dieser Ebene geht es nicht um Religion. Es geht um Sinn, Orientierung und vor allem um deine Verbundenheit – mit dir selbst, mit anderen, mit etwas Grösserem.


Frag dich: Was trägt mich im Leben? Was ist mir wirklich wichtig? Wofür stehe ich?



Je klarer du diese Fragen für dich beantworten kannst, desto resilienter bist du in schwierigen Zeiten – und desto leichter fallen dir Entscheidungen.




Gesundheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess


Gesundheit ist kein Ziel, das du irgendwann erreichst und dann behältst. Sie verändert sich ständig – Phasen voller Energie wechseln sich mit Phasen ab, in denen du mehr Unterstützung brauchst.


Viele wissen theoretisch, was ihnen guttun würde, und handeln trotzdem anders. Nicht, weil ihnen das Wissen fehlt, sondern weil die moderne Welt oft das Gegenteil belohnt: mehr Leistung, mehr Erreichbarkeit, weniger Schlaf, weniger Zeit für dich selbst.


Die schwedische Philosophie Lagom bringt das Gespür dafür zurück, was du wirklich brauchst. Gesundheit entsteht selten durch Extreme, sondern durch das richtige Mass.



Lagom löst den inneren Grabenkampf des Entweder-oder auf und macht daraus dein persönliches Sowohl-als-auch: Du darfst beruflich erfolgreich sein und gleichzeitig einen Kinderwunsch in dir tragen. Oder dein Pensum senken, weil du bewusst kinderfrei lebst und deinen Schwerpunkt lieber aufs Reisen legst.


Und Lagom ist kein starrer Wert. Heute gibst du im Training Vollgas, morgen sitzt du mit Knabberzeugs auf dem Sofa. Beides darf sein – im richtigen Mass.



Nicht die perfekte Ernährung macht dich gesund. Nicht der perfekte Trainingsplan. Sondern die Balance: zwischen Aktivität und Erholung, zwischen Leistung und Regeneration, zwischen Gemeinschaft und Rückzug.


Nicht zu viel. Nicht zu wenig. Genau richtig.




Gesundheit ist kein Wissensproblem


Die eigentliche Frage lautet nicht: Bin ich gesund?


Sondern: Was unterstützt mein Wohlbefinden heute am meisten?

Und die Antwort liegt nicht in noch mehr Wissen.


Du brauchst kein weiteres Hintergrundwissen.

Keine weiteren Beispiele.

Keine weitere Theorie.


Gesundheit will vor allem eins: gelebt und erfahren werden.

Auf allen Ebenen – körperlich, mental, emotional, spirituell.


Geh nicht erst los, wenn dein Plan perfekt ist. Das wird er nie sein.

Komm ins Handeln. Genau jetzt, mit dem nächsten kleinen Schritt.


Auch das ist Lagom: umsetzen, lernen, neu justieren, weitermachen. Das ist kein Scheitern. Das ist Leben.



Wenn du losgehen und deine Gesundheit stärken möchtest, kann das dein erster Schritt sein:

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