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Der Apfel als uraltes Symbol von Erkenntnis, Selbstermächtigung und Zeitenwandel

  • vor 14 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Warum der Apfel die Brücke zwischen Schlange, Feuerpferd, Schweizer Identität und persönlicher Transformation 2026 bildet


Ein einzelner Apfel auf natürlichem Untergrund – Verbindung von Alltag, Mythos und innerem Wandel, lebelagom

„Nicht die Sünde wurde geboren, als Eva den Apfel pflückte. Geboren wurde an diesem Tag vielmehr eine grossartige Tugend, Ungehorsam genannt. — Oriana Fallaci

Alles begann mit einem Apfelbaum.

Einer Pflanze, die seit Jahrhunderten unser Landschaftsbild prägt, uns nährt und weit über den Garten hinaus Bedeutung trägt. In der Schweiz ist der Apfel mehr als Nahrung: Er steht für Bodenständigkeit, für Selbstversorgung, für Nähe zur Natur. Er ist Teil unserer kulturellen Identität – still, selbstverständlich, tief verwurzelt.


Vielleicht gerade deshalb eignet sich der Apfel so gut als Symbol. Er wächst langsam, braucht Pflege und Geduld, trägt aber über Generationen hinweg. Kaum eine andere Frucht verbindet Alltag und Mythos, Einfachheit und Umbruch so selbstverständlich wie der Apfel.


Als Schweizer steht der Apfelschuss von Wilhelm Tell sinnbildlich für diesen tief verwurzelten Mythos. Der Apfel, auf dem Kopf des kleinen Walterli platziert, sollte Wilhelm Tell an seinen gebührenden Platz in der gesellschaftlichen Ordnung erinnern – zurück in Unterordnung und Ohnmacht. Doch der treffsichere Schuss wurde zum Funken des Widerstands gegen die habsburgische Fremdherrschaft.


Der Apfel wandelte sich vom Machtsymbol zum Zeichen der Selbstbestimmung.


Diese Symbolik zieht sich tief durch die europäische Kulturgeschichte.

In der griechischen Mythologie stritten sich die drei Göttinnen Hera, Aphrodite und Artemis um einen goldenen Apfel mit der Inschrift: für die Schönste. Aus dieser Kränkung und Rivalität heraus nahm der Trojanische Krieg seinen Anfang – ein weiteres Beispiel dafür, wie ein Apfel Konflikte, Machtfragen und Umbrüche auslösen kann.


Doch keine Apfelgeschichte war wirkmächtiger als jene, die den Ursprung der sogenannten Erbsünde markiert.

Nach der traditionellen kirchlichen Auslegung galt Eva als moralischer Fehltritt. Sie habe gegen Gottes Gesetz verstossen und verdiene ewige Strafe – bis hin zur Deutung der Menstruation als göttliche Sanktion. Noch schwerer wiegt in dieser Lesart, dass sie Adam als Verführerin mit ins Verderben gezogen habe.


Fühlst auch du, wie falsch sich diese Auslegung anfühlt?

Was für ein Widerspruch zwischen einem allliebenden Gott und der Verteufelung der halben Weltbevölkerung.


Eine wesentlich stimmigere Lesart ergibt sich, wenn man den biblischen Text selbst ernst nimmt. Dort heisst es:Die Frucht ist gut zur Nahrung, eine Lust für die Augen und begehrenswert, um klug zu werden.

Die Schlange war nicht der Teufel. Im Text gilt sie als eines: klüger als alle anderen Tiere. Sie steht für Fragen, Zweifel und Bewusstsein. Sie spricht nicht mit Befehlen, sondern mit Sprache, Logik und Gegenfragen. Damit verkörpert sie jenen Moment, in dem eine Ordnung nicht länger einfach hingenommen wird.


Natürlich musste diese Figur dämonisiert werden. Wer nicht mehr passiv akzeptiert, sondern fragt, destabilisiert Macht. Wer Wissen sucht, entzieht sich Kontrolle.

Siehst du die Parallele zu Wilhelm Tell?


Der Wunsch nach dem Apfel entsteht in Eva selbst. Es ist Wissensdrang. Neugier. Mut. Meines Erachtens sollte sie als Pionierin gelten: Sie nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand, anstatt in kindlicher Unmündigkeit zu verharren. Sie entscheidet sich für das Leben in seiner ganzen Komplexität.


Der Apfel wird so zum Symbol der Selbstermächtigung:

für das Recht auf Wissen und für den Mut, Nein zu sagen – gegen göttliche wie gesellschaftliche Autoritäten.


Eva steht nicht für den Fall der Menschheit, sondern für den Anfang der Mündigkeit.

In dieser Woche, Mitte Februar, ist diese Energie besonders stark spürbar. Nach verschiedenen Auslegungen befinden wir uns in einer grossen Zeit des Umbruchs. Der chinesische Kalender folgt einer anderen Zeitrechnung: Das Neujahr begann am 17. Februar 2026. Das Jahr der Schlange ist zu Ende gegangen.


Wofür stand die Schlange in diesem alten Kontext?

Für Erkenntnis, Intuition, innere Prozesse, Häutung – also Heilung –, für Zyklen, Wissen und Erdverbundenheit. In vielen frühen Kulturen war sie eng mit weiblichen Gottheiten verbunden. Wissen, Geburt und Tod galten nicht als Gegensätze, sondern als Teile eines Kreislaufs.


2025 war – in dieser ursprünglichen und für mich stimmigeren Lesart – ein Jahr des Nachdenkens, des Hinterfragens, des inneren Wandels. Vielleicht hast auch du dich durch die Mangel gedreht gefühlt, hast Altes losgelassen, Neues begonnen. Auch im weltgeschichtlichen Kontext lassen sich viele Brandherde dieser Energie zuordnen.

Nun beginnt ein neues Jahr, eine neue Bewegung.

Das Feuerpferd reitet bis Anfang 2027 durch die Welt.


Die Schlange hat gefragt – das Feuerpferd handelt.


Um noch einen Schritt weiterzugehen: Am Freitag, 20. Februar 2026, wechselt astrologisch die Saturn-Neptun-Konjunktion auf 0 Grad Widder – jenen kosmischen Punkt, an dem das Unsichtbare Form annimmt. Was sich innerlich in dir gebildet hat, drängt nun in die Welt.


All dies schreibe ich nicht, um zu überzeugen. Es spielt keine Rolle, wie viel du davon glaubst – ich selbst nehme auch nicht alles für bare Münze. Und doch ist es erstaunlich, wie unterschiedliche Kulturen, Zeitrechnungen und spirituelle Ansätze auf etwas Ähnliches hinauslaufen.


Veränderung ist unausweichlich.

Nicht dass sie kommt, ist entscheidend – sondern wie du ihr begegnest.


Reitest du auf der Welle oder versuchst du, gegen die Fluten anzuschwimmen?


Mein Surfbrett in dieser aufwühlenden Zeit, ist Lagom.

Ich nehme wahr, ich handle – und achte auf Balance: zwischen bei mir sein und im Aussen sein. Manchmal muss man die Welt ausklammern. Ich erlaube mir zu trauern um das Gewohnte und heisse das Neue willkommen. Ich suche den Ausgleich zwischen aktivem Tun und dem Rückzug nach innen, zwischen Bewegung und Reflexion.

Was nicht alles in einem Apfel steckt.

Achte gut auf dich in dieser turbulenten Zeit. Stürm nicht blind auf deinem Feuerpferd los. Setze zuerst – mit dem weisen Blick der Schlange – deine Richtung fest.


Wenn du so handelst, kann dieses Jahr wirklich dein Jahr werden.


Was ein einzelner Apfel nicht alles auslösen kann.

Von der Erkenntnis eines physikalischen Gesetzes bei Isaac Newton bis hin zu Revolutionen des Denkens, des Glaubens und der gesellschaftlichen Ordnung.

Vom biblischen Mythos bis zum politischen Widerstand, vom inneren Erwachen bis zur kollektiven Bewegung.

Und gleichzeitig bleibt der Apfel etwas zutiefst Alltägliches.


Ein Beitrag im Kleinen. Ein Stück Gesundheit. Ein schlichtes Sprichwort, das sich über Generationen gehalten hat: An apple a day keeps the doctor away. Vielleicht nicht als absolute Wahrheit – aber als Erinnerung daran, dass Veränderung oft unspektakulär beginnt.


Im Kleinen.

Im Einfachen.

In einer bewussten Entscheidung.



Vielleicht ist es genau diese Verbindung, die den Apfel so kraftvoll macht: Er steht für Erkenntnis und Alltag zugleich. Für den Mut, Fragen zu stellen – und für die Weisheit, dabei in der Balance zu bleiben.


Achte gut auf dich in dieser turbulenten Zeit. Stürm nicht blind auf deinem Feuerpferd los. Setze zuerst, mit dem weisen Blick der Schlange, deine Richtung fest.


Denn manchmal genügt ein einziger Apfel, um alles in Bewegung zu bringen.

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