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Idun – Göttin der Jugend: Was nordische Mythologie über Ernährung & Gesundheit lehrt

  • ctolotto
  • 20. Jan.
  • 5 Min. Lesezeit

Apfel auf Holztisch mit Messer darin, Gesunde Ernährung, Apfelsymbol in Sage


«An apple a day keeps the doctor away.»(Sprichwort)

Wer ist Idun?


Idun ist eine Asin aus der nordischen Mythologie und die Gemahlin des göttlichen Barden Bragi. Auch wenn ihr Name nicht als Erstes fällt, wenn von Walhall oder Odin die Rede ist, gehört sie zu den bedeutendsten Göttinnen Asgards.

Idun hütet das Geheimnis von ewiger Jugend, Kraft und Lebenskraft der Asen – des nordischen Göttergeschlechts unter Odin. Als Einzige kennt sie den Standort des heiligen Apfelbaums, dessen goldene Früchte die Essenz der Unsterblichkeit in sich tragen.

Die Götter müssen diese Äpfel regelmässig essen. Ohne sie altern sie, werden schwach und schliesslich sterblich. Deshalb wandert Idun in regelmässigen Abständen zu diesem Baum, erntet die reifen Früchte und verteilt sie gerecht unter den Asen.

Dass Iduns Rolle alles andere als nebensächlich ist, zeigt eine der bekanntesten Sagen der nordischen Mythologie: die Entführung Iduns.



Die Entführung Iduns


Auf einer weiten Reise führte es Odin, Loki und Hönir nach Jötunheim, ins Reich der Riesen. Müde vom Weg beschlossen die drei, Rast zu machen. Sie entzündeten ein Feuer und legten einen Ochsen über die Flammen, um ihren Hunger zu stillen.

Doch so sehr sie sich auch bemühten, so sehr sie Holz nachlegten und das Feuer schürten – das Fleisch wollte einfach nicht gar werden. Die Zeit verging, der Hunger wuchs und mit ihm die Ungeduld.

Da hallte plötzlich ein krächzendes Lachen von oben herab.

Hoch oben in der Krone eines Baumes sass ein riesiger Adler und beobachtete die Szene mit offensichtlicher Belustigung. Odin blickte hinauf und rief:

„Was gibt dir Anlass zum Lachen, Vogel?“

Der Adler legte den Kopf schief und antwortete spöttisch:

„Solange mein Fluch auf diesem Ochsen liegt, könnt ihr Holz auftürmen, so hoch ihr wollt – das Fleisch wird niemals gar.“

Die Götter hielten inne. Odin verengte sein Auge.

„Warum hast du das getan?“

Der Adler zuckte gleichgültig mit den Flügeln.

„Ich will meinen Anteil an eurer Mahlzeit.“

Odin runzelte die Stirn.

„Wer bist du, dass du es wagst, mit uns Göttern zu verhandeln?“

Der Adler lachte laut.

„Lass dich nicht von meinem Federkleid täuschen, Allvater. In meinem Innersten bin ich ein Riese. Thiazi ist mein Name.“

Einen Moment lang schwieg Odin, dann nickte er widerwillig.

„Nun gut, Thiazi. Nimm deinen Anteil – doch löse den Fluch.“


Der Adler schlug mit den Flügeln. Das Feuer loderte auf, die Haut des Ochsen begann zu knistern, ein verführerischer Duft stieg auf. Zufrieden stürzte sich Thiazi auf das Fleisch.

„Keine Sorge“, rief er noch, „ich esse nur, bis ich satt bin.“

Als er sich erhob, blieben jedoch nur noch blank genagte Knochen zurück.

Von Zorn gepackt griff Loki nach einem Ast und stürmte auf den Adler zu. Doch Thiazi war schneller. Er packte den Ast im Flug – und Loki merkte entsetzt, dass seine Hände sich nicht mehr lösen liessen.

Der Adler erhob sich in die Luft und riss Loki mit sich. Lachend flog er durch die Baumkronen. Nadeln rissen Lokis Haut auf, Äste peitschten ihm ins Gesicht.

„Lass mich runter!“, schrie Loki.

Der Adler senkte sich – ohne langsamer zu werden. Nun schleifte Loki über den Boden, über Steine, Wurzeln und Baumstümpfe. Grün und blau geschlagen, halb ohnmächtig vor Schmerz, flehte er:

„Was willst du?“

Thiazi blickte auf ihn herab und überlegte.

„Eure Kraft. Eure Jugend.“

Loki keuchte.

„Das kann ich dir nicht geben!“

„Wer dann?“, fragte der Adler kalt.

Einen Augenblick lang herrschte Stille. Dann presste Loki hervor:

„Idun.“

Thiazi lächelte.

„Dann bring sie mir.“

Am Ende seiner Kräfte nickte Loki. In diesem Moment liess Thiazi den Ast los, und Loki blieb erschöpft im Moos liegen.



An sein Wort gebunden, kehrte Loki nach Asgard zurück. Er wusste: Mit Gewalt würde er Idun niemals aus der sicheren Götterburg locken. Also wählte er die List.

Er betrat Iduns Heim und sagte scheinbar beiläufig:

„Meine liebe Idun, du wirst es kaum glauben. Tief im Wald habe ich einen Apfelbaum gesehen – mit Früchten grösser und herrlicher als deine goldenen Äpfel. Du solltest sie unbedingt sehen.“

Idun blickte ihn überrascht an.

„Grösser als meine?“

„Komm selbst und vergleiche“, drängte Loki. „Nimm deine Äpfel gleich mit.“

Noch ehe Idun recht darüber nachdenken konnte, war Loki schon zur Tür hinaus. Neugierig geworden legte sie ihre Äpfel in einen Korb und folgte ihm.

Als sie ein abgelegenes Waldstück erreichten, blieb Loki stehen. Idun sah sich fragend um.

Da verdunkelte sich der Himmel.

Mit gewaltigem Flügelschlag stürzte Thiazi in Adlergestalt herab, packte Idun samt Korb und trug sie davon – weit fort, in seine Burg.



Iduns Verschwinden blieb nicht lange unbemerkt. Ohne ihre Äpfel begannen die Asen rasch zu altern. Ihre Kraft liess nach, ihre Haut wurde fahl, ihre Stimmen müde.

Schliesslich versammelten sie sich zum Rat. Kaum hatte Odin das Wort erhoben, erklangen schon Vorwürfe:

„Loki! Was hast du diesmal angerichtet?“„Bring sie zurück – sofort!“

Loki hatte keine Verteidigung. Mit gesenktem Kopf trat er vor Freya.

„Leih mir dein Falkengewand“, bat er leise. „Nur so kann ich Idun retten.“

Freya sah ihn lange an – und nickte.



Als Falke flog Loki zu Thiazis Burg. Der Riese war auf der Jagd. Idun stellte keine Fragen. Mit kaltem Blick liess sie sich von Loki tragen.

Doch Idun war schwer, Loki geschwächt. Ihre Flucht war langsam – und blieb nicht unbemerkt.

Thiazi kehrte zurück, verwandelte sich in seine Adlergestalt und nahm die Verfolgung auf. Donnernd näherte er sich.

In Asgard sahen die Götter den Verfolger kommen. Hastig entzündeten sie ein grosses, qualmendes Feuer an der Grenze ihres Reiches.

Loki erreichte sie im letzten Moment, sank erschöpft zu Boden. Thiazi wurde vom Rauch geblendet, verlor die Orientierung und stürzte ab. Die Asen umzingelten ihn – alt und geschwächt, doch erfüllt von Zorn – und überwältigten den Riesen gemeinsam.

Idun war gerettet.

Sie verteilte ihre verbliebenen Äpfel – und Jugend, Kraft und Lebenskraft kehrten zu den Göttern zurück.




Was du aus der Geschichte von Idun lernen kannst


Die Sage um Idun ist überraschend aktuell. Sie erinnert uns an eine einfache, aber oft verdrängte Wahrheit:

1. Du bist, was du isst

Oder genauer gesagt: Du bist, was du verdaust. Nahrung ist kein Nebenschauplatz – sie ist ein Fundament deiner Gesundheit.


2. Deine Ernährung liegt in deiner Verantwortung

Deine tägliche Auswahl an Lebensmitteln beeinflusst Energie, Psyche, Entzündungen und Regeneration.


3. Gesunde Ernährung muss nicht kompliziert sein

Wie bei Idun kommt Kraft aus dem Wesentlichen:


  • frische, unverarbeitete Lebensmittel

  • nährstoffreich

  • entzündungshemmend

  • mit gesunden Fetten

  • basenüberschüssig


Lass dir nicht einreden, gesunde Ernährung sei kompliziert. Ignoriere schädliche oder kurzlebige Trends. Rechne keine Kalorienformeln. Koche einfach, frisch und selbst.


4. Zahlen, die wachrütteln


  • Laut Analysen der WHO (1990–2019) gehen ein Drittel bis zur Hälfte aller kardiovaskulären Todesfälle auf falsche Ernährung zurück.

  • Rund 40 % der Deutschen haben eine diagnostizierte psychische Erkrankung wie Depression, Angststörung oder AD(H)S. Viele davon stehen in direktem Zusammenhang mit einem gestörten Mikrobiom.

(Quelle: «Das Psyche-Darm-Paradox», Dr. med. Matthias Riedl, GU, 2025)


Deine Ernährung beeinflusst also nicht nur deinen Körper, sondern auch deine Psyche – und damit dein gesamtes Leben.



Warum Wissen allein nicht reicht


Auch wenn du all das vielleicht schon weisst:Die Umsetzung ist oft der schwierigste Teil.

Alte Gewohnheiten, emotionales Essen, Belohnungsmuster, Überforderung oder die Frage «Wo soll ich überhaupt anfangen?» stehen vielen im Weg.


Mein Coachingansatz «Idun»

Genau hier setzt mein Coaching mit dem Schwerpunkt Idun an.

Es geht nicht darum, dir einen Wochenplan mit Menüs zu schreiben, den du einmal umsetzt und dann wieder vergisst. Mein Ansatz geht tiefer:


  • Warum greifst du emotional zu Essen?

  • Welche Gedanken, Ängste oder Überzeugungen hast du rund um gesunde Ernährung?

  • Welche inneren Anteile sabotieren dich – obwohl du es «besser weisst»?


Wenn diese Hürden erkannt und aufgelöst sind, kann ein gesunder Lebensstil entstehen – in kleinen, realistischen Schritten, die zu dir passen.



Hat dich die Sage um Idun und mein Coachingansatz neugierig gemacht?

Dann lade ich dich ein, mein Coachingangebot zu entdecken und deinen eigenen Weg zu mehr Kraft, Klarheit und Gesundheit zu gehen.

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